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Übersetzt aus dem Original auf Rumänisch.

Tag 12: Die Grönlandsee

Tag 12 — Die Grönlandsee. Apropos Nordpol: Bei einem Spaziergang auf Deck 4 habe ich bemerkt, dass alle anderen Spaziergänger ihre Runden in dieselbe Richtung drehten wie wir: gegen den Uhrzeigersinn. Und ich lächelte, zufrieden darüber, dass unsere Bewegung im Einklang mit der kosmischen Ordnung des Sonnensystems steht.

Denn — abgesehen von ein paar Unfällen, die manche Planeten mehr oder weniger stark zur Seite gekippt haben (23,5° im Fall unseres eigenen Planeten, weshalb wir seit der Überquerung des Polarkreises vor etwa einer Woche auch keine nächtliche Dunkelheit mehr gesehen haben — weil Sommer ist und die Erdachse mit dem Nordpol zur Sonne geneigt ist, während der Terminator, die Grenze zwischen Tag und Nacht, senkrecht zur Ebene des Sonnensystems steht und unabhängig von der Erdrotation um die eigene Achse außerhalb des Polarkreises bleibt, und wir sind seit einer Woche innerhalb des Polarkreises!) — also, von ein paar Ausnahmen abgesehen, dreht sich fast alles in unserem Sonnensystem, aus unserer Perspektive auf der Nordhalbkugel, oder aus einer kosmischen Perspektive von oberhalb des Nordpols aus betrachtet: gegen den Uhrzeigersinn.

Unser Planet um die eigene Achse, unser Planet um die Sonne, der Mond um seine eigene Achse, der Mond um die Erde, die übrigen Planeten um ihre eigenen Achsen, die übrigen Planeten um die Sonne, ja sogar die Sonne selbst um ihre eigene Achse! Bemerkenswerte Ausnahmen sind die Venus, die sich „andersherum“, aber sehr langsam um ihre eigene Achse dreht, um die Sonne herum aber normal, und der Uranus, der eine Seite abbekommen hat und liegend auf der Seite rotiert. Denn Unfälle sind eine universelle Wahrheit.

Von oberhalb des Südpols aus betrachtet — denn im Weltraum gibt es kein Oben und Unten, und wenn man „unterhalb des Südpols“ im Raum ist, ist man eigentlich immer noch „oberhalb“ von ihm — ist natürlich alles umgekehrt: Da dreht sich alles im Uhrzeigersinn.

Wenn man sich also jemals im Weltraum verirrt und nicht weiß, ob man „oberhalb“ oder „unterhalb“ des Sonnensystems ist, ist es ganz einfach: Man schaut, wie sich alles dreht, und weiß es sofort. Im Uhrzeigersinn: Man ist im Süden. Gegen den Uhrzeigersinn: Man ist im Norden.

Jetzt kommt die noch bessere Frage: Was, wenn man noch verlorener ist als das und ein ganz anderes Sonnensystem betrachtet, nicht unseres! Wie ist es dort? Nehmen wir an, man entdeckt einen neuen Planeten und beobachtet, wie er sich dreht, weiß aber sonst nichts über ihn — woher weiß man dann, wo sein Südpol und wo sein Nordpol ist?

Ganz einfach! Ich gebe euch jetzt eine Methode, die ihr nie wieder vergessen werdet und mit der ihr immer wisst, wo der Süd- und der Nordpol auf jedem beliebigen Planeten oder Himmelskörper im Universum liegen, und ihr werdet euch nie wieder verirren können. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist Folgendes:

1. Gebt diesem Beitrag ein Like oder eine Reaktion 😉
2. Schaut euch genau an, was ihr da gerade gemacht habt: Ihr habt eure Zustimmung mit einem Zeichen der rechten Hand ausgedrückt, mit geballter Faust und nach oben gestrecktem Daumen! Richtig? Ballt eure rechte Hand zur Faust, streckt den Daumen nach oben und schaut ihn euch genau an!
3. Stellt euch vor, eure Faust ist der neue, unbekannte Planet, den ihr entdeckt habt, ja? Nun: Die Krümmung eurer Finger zeigt euch die Richtung, in die sich euer Planet um die eigene Achse dreht. Und der nach oben gestreckte Daumen zeigt die Richtung des Nordpols auf diesem Planeten an.

Man nennt das die „Rechte-Hand-Regel“, und sie gilt für jedes Objekt im Universum, vom kleinsten Asteroiden bis zur größten Galaxie.

Für einen Moment glaubte ich, sie gelte sogar für die Spaziergänger an Deck eines Kreuzfahrtschiffs in den nördlichen Gewässern innerhalb des Nordpolarkreises, und dass die Spaziergänger, irgendwie mit dem Universum verbunden, auf molekularer Ebene diese universelle Direktive gespürt hätten, die unser Sonnensystem seit 4,5 Milliarden Jahren regiert, seit es sich aus einer Wolke primordialen Staubs gebildet hat, die sich in dieselbe Richtung drehte, und keine andere Wahl gehabt hätten, als sich daran zu halten.

In Wirklichkeit sagt uns aber, wie so oft im Leben, das logische Prinzip namens „Ockhams Rasiermesser“, dass die einfachste Erklärung meist die richtige ist.

Und die einfachste Erklärung wurde mir bei der nächsten Runde klar: ein Schild an der Wand, das die Laufrichtung für Jogger angibt. Das aber — kein Wunder auf einem Schiff voller Deutscher — alle beachten, nicht nur die Jogger.

Aber jetzt sitze ich hier, bei einem Ingwertee mitten in der Grönlandsee, und frage mich: Ob wohl derjenige, der dieses Schild dort angebracht und beschlossen hat, die Laufrichtung gegen den Uhrzeigersinn festzulegen… das wohl auch auf molekularer Ebene gespürt hat?

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