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Übersetzt aus dem Original auf Rumänisch.

Tag 4: Kristiansund

Tag 4: Kristiansund. Als wir Kinder waren, und später Teenager, und unsere Sommerferien auf dem Land verbrachten, in Corod, war eine der größten Freuden für mich und meine Schwester Aurora, unsere liebe Cousine Ancuța wiederzusehen.

Eine der Kernerinnerungen aus dieser Zeit: Unsere Eltern zählten immer auf, welche Fremdsprachen ihre Sprösslinge in der Schule gelernt hatten, und ermutigten uns, auf der Rückbank eines Dacia 1300 miteinander Englisch zu sprechen. „Komm, Ancuța, sag doch mal was auf Englisch!“ „Siehst du, sie kann auch Englisch!“ „Octavian, komm, sprich mit Ancuța auf Englisch!“ Und so weiter…

Ancuța war wahrscheinlich die erste Person, mit der ich mich auf Englisch unterhalten habe, lange bevor ich zum ersten Mal einen Muttersprachler traf. Unsere Eltern waren skeptisch: Unterhielten wir uns wirklich? Also, tauschten wir tatsächlich Ideen und Informationen aus? Oder ahmten wir nur nach, was wir aus Filmen oder aus Radio und Fernsehen aufgeschnappt hatten. Wir hätten genauso gut Kauderwelsch reden können, woher hätten sie den Unterschied erkennen sollen? Sie hatten in der Schule Russisch gelernt, wovon sie genau drei Ausdrücke behalten hatten: „Ja tebjaljublju“ (ich liebe dich), „dawai pistoletu“ (gib die Pistole her) und „konez filma“ (Ende des Films) — Ausdrücke, die ich als Kind so oft ironisch sagen hörte, dass ich sie heute noch kenne.

Heute haben wir uns wiedergetroffen und uns, wie immer, auf Englisch unterhalten. Wir sprechen auch gerne Rumänisch, keine Allüren. Auf einem Parkplatz sind wir sogar in Begeisterung geraten und haben lächelnd einem Wohnmobil mit Brașov-Kennzeichen zugewinkt, das dann neben uns hielt, und wir tauschten ein paar bewundernde Höflichkeiten mit ihnen aus, einer Familie von Abenteurern, darüber, wie weit sie mit ihrem Camper schon gekommen waren.

Nicht das Wohnmobil hat uns weit gebracht, sondern Englisch. Ich frage mich, ob unsere Eltern uns noch ermutigt hätten, es zu lernen, wenn sie gewusst hätten, wie weit es uns bringen würde. Wie anders wir werden würden als sie — und als die Versionen von uns selbst, die nie Englisch gelernt hätten, aber vielleicht näher geblieben wären.

Für uns war Englisch der erste Schritt aus einer Welt, in der wir uns Sommer für Sommer als Cousins beim Weinlese oder Maishacken trafen, hinein in eine Welt, in der wir — nun ja, hier sind wir — von zu Hause aus arbeiten, den Planeten bereisen und in fast jedem funktionierenden Winkel davon genauso gut zurechtkommen.

Nur nicht in dem Winkel, in dem wir es gelernt haben.